Home Dienstag 17.11.
Caspar-David-Friedrich-Institut
Medienlabor: Bahnhofstraße 50, 17489 Greifswald
18 Uhr
Eintritt frei
Der Publizist und Autor Arkadiusz Łuba beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Werk Wisława Szymborskas. Anlässlich des 30. Jahrestags der Verleihung des Literaturnobelpreises an die polnische Dichterin veröffentlichte er ein zweisprachiges (Polnisch–Deutsch) Buch, das eine wenig bekannte Seite ihres Schaffens in den Mittelpunkt rückt: ihre Collagen. Łuba liest Szymborskas Collagen nicht nur als spielerische Bildkompositionen, sondern als pointierte Kommentare zur Wirklichkeit – als eine Form visueller Satire oder politischer Cartoons. Mit diesem ungewöhnlichen Blick eröffnet er neue Perspektiven auf das Werk der Nobelpreisträgerin und verbindet literaturwissenschaftliche Analyse mit kulturgeschichtlicher Einordnung. Das Buch wurde von Michał Rusinek, langjährigem Sekretär Wisława Szymborskas, ausdrücklich gewürdigt: „Eine fundierte, zugleich leicht geschriebene Arbeit – endlich ein Buch, auf das man sich beziehen und das man zitieren kann, wenn man über Szymborskas Collagen schreibt.“
Arkadiusz Łuba ist Literatur- und Theaterwissenschaftler, Übersetzer, Literatur- und Theaterkritiker sowie freier Publizist und Forscher. Seine wissenschaftlichen und publizistischen Schwerpunkte liegen auf dem Werk von James Joyce sowie auf Comics, Cartoons und politischer Karikatur. Von 1997 bis 2003 war er Redakteur der Literatur- und Kulturzeitschrift Portret. Anschließend initiierte und leitete er von 2001 bis 2007 die Sendung Allensteiner Welle beim öffentlich-rechtlichen Sender Radio Olsztyn. Er ist Autor der Bücher Ślady. Antologia przekładów (2003) und Okno na Joyce’a (2007) sowie Verfasser des Beitrags über politische Karikaturen im Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989 (2021). Als Hörfunkredakteur und Reporter arbeitete er unter anderem für Deutschlandfunk Kultur und das Auslandsprogramm des Polnischen Rundfunks; zudem ist er Mitarbeiter der Zeitschrift Osteuropa. Seit 2026 gehört er der Redaktion der Zeitschrift Dialog an.
