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Pommern / Pomorze – Land am Meer. Deutsch-polnische Geschichte 

Highlights der historischen Dauerausstellung

Pommersches Landesmuseum

Rakower Str. 9, 17489 Greifswald

12.00 Uhr

Eintritt: 5,00 € zzgl. Museumseintritt

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Art der Veranstaltung: Monatliche Führung

Dauer: 1 Stunde

Mit dem Beitritt Polens zum Schengenraum 2007 begann eine intensive europäische Verständigung, die im Fokus der Führung steht.

Pommern und Pomorze tragen die Lage am Meer im Namen. Die Region ist von der Ostsee geprägt, die zugleich eint und trennt. Entdecken Sie Höhepunkte der wechselvollen Geschichte der deutsch-polnischen Landschaft: von Gletschern bis zur Reformation, von der Schwedenzeit bis zur europäischen Pomerania.

Immer am zweiten Samstag des Monats um 12.00 Uhr werden Führungen durch die pommersche Landesgeschichte im Grauen Kloster angeboten.

Eine Veranstaltung des Pommerschen Landesmuseum

 

 

 

Übersetzen im Dreiklang: Polnisch – Niederdeutsch – Hochdeutsch

Mit Ulrike Stern und Karin Ritthaler-Praefcke

Pommersches Landesmuseum

Rakower Str. 9, 17489 Greifswald

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

14:30-16:30 Uhr · Workshop

 

Wie klingt ein polnischer Text auf Niederdeutsch? Und was verändert sich, wenn er anschließend ins Hochdeutsche übertragen wird?

In diesem Workshop begeben wir uns auf die Spuren des heute fast vergessenen Übersetzers Carl August von Pentz und entdecken anhand ausgewählter Texte aus der Zeit der polnischen Romantik seine ungewöhnlichen Übertragungen. Anschließend werden wir selbst kreativ: Gemeinsam wagen wir uns an den sprachlich reizvollen Dreiklang aus Polnisch, Niederdeutsch und Hochdeutsch.

Dabei geht es nicht nur um die Suche nach den „richtigen“ Wörtern. Wir wollen ausprobieren, wie sich Klang, Rhythmus, Sprachgefühl und kulturelle Besonderheiten beim Übersetzen verändern – und wie aus einem Text etwas Neues entstehen kann.

Der Workshop richtet sich an alle, die Freude an Sprache und Literatur haben und Lust auf ein ungewöhnliches Übersetzungsexperiment mitbringen.

Voraussetzungen: Neben guten Deutschkenntnissen sollten Teilnehmende entweder über gute Grundkenntnisse des Polnischen oder des Niederdeutschen verfügen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldung per E-Mail an in-terris-gryphi@uni-greifswald.de oder über den QR-Code.

Anmeldeschluss: 31. Oktober 2026

16:30–17:30 Uhr · Pause

Zeit für Gespräche und kleine kulinarische Entdeckungen

Nach dem Workshop ist Zeit zum Austauschen, Kennenlernen und Weiterdenken – bei netten Gesprächen und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten.

Carl August von Pentz – Ein Leben im Dreiklang aus Hochdeutsch, Niederdeutsch und Polnisch

Ulrike Stern und Karin Ritthaler-Praefcke

17:30-19:00 Uhr · Abendvortrag

 

Was verbindet einen mecklenburgischen Gutsherrn mit der polnischen Romantik? Und wie wurde aus einem Leben zwischen Hochdeutsch, Niederdeutsch und Polnisch ein außergewöhnliches Kapitel deutsch-polnischer Literatur- und Übersetzungsgeschichte?

Im Mittelpunkt des Abendvortrags steht Carl August von Pentz (1884-1969), der in Santow bei Grevesmühlen geboren wurde und einer bekannten mecklenburgischen Adelsfamilie entstammte. Unter dem Pseudonym Walter Panitz übersetzte er unter anderem Adam Mickiewiczs berühmtes polnisches Versepos „Pan Tadeusz“ ins Deutsche.

Von Pentz’ Werk ist geprägt von einem besonderen sprachlichen Dreiklang: Hochdeutsch, Niederdeutsch und Polnisch begegnen und beeinflussen sich gegenseitig. Gerade diese Verbindung macht sein Schaffen auch für die niederdeutsche Literaturgeschichte zu einem außergewöhnlichen Beispiel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verstand von Pentz seine Übersetzungsarbeit ausdrücklich als Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung. Ihm war es ein besonderes Anliegen, im Nachkriegsdeutschland Interesse und Verständnis für die polnische Literatur zu wecken.

Sein eigener Lebensweg war dabei von den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit geprägt. Im Zuge der Bodenreform wurde er nach 1945 enteignet und musste sein Gut Volzrade bei Lübtheen verlassen. Viele seiner späteren Übersetzungen entstanden daher unter völlig neuen Lebensbedingungen in Schwerin und Wilhelmshaven.

Ulrike Stern und Karin Ritthaler-Praefcke stellen an diesem Abend ihr Buch „Carl August von Pentz – Ein Leben im Dreiklang aus Hochdeutsch, Niederdeutsch und Polnisch“ vor. Sie geben Einblicke in Leben und Werk des Übersetzers und zeigen, welche Bedeutung seine dreisprachigen Arbeiten für die deutsch-polnischen Literaturbeziehungen haben.

Ein Abend über Sprache, Literatur, Übersetzung und Verständigung über Grenzen hinweg – und damit über ein Thema, das bis heute aktuell ist.

Die Referentinnen

Dr. phil. Karin Ritthaler-Praefcke ist seit 1996 am Institut für Slawistik der Universität Greifswald tätig. Seit ihrem Studium beschäftigt sie sich mit der polnischen Romantik und insbesondere mit der Übersetzung polnischer Literatur ins Deutsche aus translationswissenschaftlicher Perspektive. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde sie 2023 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Dipl. Kult.Wiss. Ulrike Stern ist seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald. Zuvor war sie unter anderem als Dramaturgin an der Fritz-Reuter-Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin sowie als Lektorin und Übersetzerin tätig. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Johannes-Gillhoff-Literaturpreis ausgezeichnet. Zu ihren Schwerpunkten gehören die niederdeutsche Literatur und der digitale niederdeutsche Spracherwerb, unter anderem mit der Sprachlern-App „Plattdeutsch mit BEO“.

Workshop und Abendvortrag können unabhängig voneinander besucht werden.

 

 

   

 

 

Livekonzert mit Ola Jas. Zeitgenössischer Folk · Folk Jazz · Musik aus Polen

Mehrgenerationenhaus Görmin

Max Köster Str. 4, 17121 Görmin

Ab 16 Uhr

Eintritt frei

 

Seit vielen Jahren führt uns unser Weg ins Dorfhus Görmin – und immer wieder freuen wir uns über die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Hier trifft man sich, kommt miteinander ins Gespräch, genießt hausgemachten Kuchen und Kaffee und entdeckt dabei vielleicht auch etwas Neues über unser Nachbarland Polen.

Auch diesmal möchten wir den Konzertnachmittag gemütlich beginnen: Vor dem Konzert gibt es einen kurzen Einblick in aktuelle Entwicklungen in Polen. Eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und neugierig über den deutschen Tellerrand zu schauen.

Ab 17 Uhr: Ola Jas live

Danach gehört die Bühne Ola Jas. Die 1992 in Warschau geborene Sängerin, Geigerin und Songwriterin verbindet auf besondere Weise Jazz, Folk und Weltmusik. Ihre musikalische Reise führt nach Brasilien, Portugal und in den portugiesischsprachigen Raum Afrikas – und verbindet diese Einflüsse mit polnischer Folkmusik und der für sie charakteristischen slawischen Melancholie.

Ola Jas erhielt ihre musikalische Ausbildung unter anderem an der Karol-Szymanowski-Musikschule in Warschau und an der Henryk-Majewski-Jazzschule. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern auch ausgebildete Geigerin und eine vielseitige Komponistin. Ihre eigenen Stücke sind melancholisch, romantisch und nachdenklich, zugleich aber voller Wärme und kreativer musikalischer Ideen.

Freuen Sie sich auf einen besonderen Nachmittag und Abend, bei dem mehrere Generationen zusammenkommen können: bei Kaffee und Kuchen, im Gespräch über Polen und schließlich bei einem Konzert, das Grenzen zwischen Folk, Jazz und Weltmusik ganz selbstverständlich verschwimmen lässt.

Kommen Sie vorbei, bringen Sie Familie, Freunde und Nachbarn mit – und lassen Sie uns gemeinsam einen musikalischen Nachmittag im Dorfhus Görmin verbringen.

 

Präsentation der Animationsfilme der Kunstakademie Krakau und Kurzfilme des Szczecin Film Festivals

Straze, Stralsunder Str. 10, 17489 Greifswald

19:30 Einlass, 20 Uhr Beginn

Eintritt frei

Die Veranstaltung umfasst zwei spannende Programme: die Präsentation von Animationsfilmen der Kunstakademie Krakau sowie Kurzfilme des Szczecin Film Festivals. Die Akademie der Schönen Künste in Krakau, bekannt für ihre Schule des Animationsfilms, zeigt eine Auswahl von Filmen, die als Diplom- oder Studienarbeiten im vergangenen Jahr entstanden sind. Diese Werke spiegeln das breite Spektrum zeitgenössischer Animationstechniken und -stile wider. Einige der beteiligten Künstler*innen genießen bereits wachsende Bekanntheit und nehmen erfolgreich an internationalen Festivals teil. Die Präsentation hebt die Vielfalt der kreativen Ansätze und den besonderen Charakter der Krakauer Animationsschule hervor, die für ihre originellen und anerkannten Filme bekannt ist.

Das Szczecin Film Festival ist ein bedeutendes Event im polnisch-deutschen Grenzgebiet und bietet eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit in der Filmszene. Das Festival, organisiert von der polnischen OFFicyna, zeigt Filme, die sich an den neuesten audiovisuellen Trends orientieren. Der Schwerpunkt liegt auf experimentellen und grenzüberschreitenden Arbeiten, die neue Perspektiven auf die Realität eröffnen. Ergänzt wird das Programm durch ein breites Spektrum von Dokumentarfilmklassikern bis hin zu avantgardistischen Experimenten mit Bild und Ton.

Beide Programme bieten eine hervorragende Gelegenheit, zeitgenössische filmische Entwicklungen und die Arbeiten aufstrebender Künstler*innen zu erleben.

 

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