Home Samstag 24.10.

PKBKunstLaden
Feldstraße 20, 17489 Greifswald
Ausstellungsdauer: 24. Oktober bis 21. November 2026. Öffnungszeiten sind samstags von 15-18 Uhr.
Vernissage 24.10., 15 Uhr
Julia Żmuda wurde in Polen geboren und lebt heute zwischen Greifswald und Stettin, die sie gleichermaßen als Zuhause und Heimat versteht. Sie bezeichnet sich selbst als pommersche Künstlerin. In ihrer Arbeit verbindet sie die intensive Auseinandersetzung mit ihrer unmittelbaren Umgebung mit persönlichen Eindrücken, Erinnerungen und regionaler wie überregionaler Folklore. Żmuda arbeitet vorwiegend mit Ölmalerei und Illustration und experimentiert zudem mit Textilkunst. Die umgebende Natur ist eine zentrale Quelle ihrer Inspiration. Für ihre Arbeiten sammelt sie von Hand Naturmaterialien, aus denen sie eigene Farben und Pigmente herstellt. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit der Wahrnehmung von Landschaft und ihren psychischen und emotionalen Wirkungen. Motive aus Liedern, Legenden und folkloristischen Mustern fließen dabei ebenso in ihre Bildsprache ein wie persönliche Erfahrungen. In ihrer Malerei untersucht Żmuda das Zusammenspiel von Farbe, Form, Licht und Atmosphäre. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Farbflächen, Linien und Strukturen treten miteinander in einen freien, expressiven Dialog und lassen Bildräume entstehen, die sich nicht immer eindeutig festlegen lassen. Nicht die möglichst genaue Abbildung der Wirklichkeit steht im Vordergrund, sondern ihre subjektive Wahrnehmung und emotionale Wirkung. Vertrautes kann fremd erscheinen, während abstrakte Formen konkrete Assoziationen hervorrufen. Zwischen Intuition und bewusster Gestaltung entstehen Bilder, die von Bewegung, Spannung und atmosphärischer Dichte geprägt sind.
Aktuell widmet sich Żmuda dem Wasser und seinen Spuren in der Landschaft. Sie beobachtet, wie es Ufer formt, Böden verändert, Pflanzen beeinflusst und ganze Landschaftsräume prägt. Feuchtgebiete, Strände und Wälder sind dabei zu wichtigen Erkundungsorten geworden. In ihren Arbeiten versucht sie, sowohl die charakteristische Umgebung als auch die wechselnden, stimmungsvollen Qualitäten des Wassers subjektiv zu erfassen – seine Strömungen, Bewegungen und Übergänge.
Die Ausstellung im Rahmen des polenmARkT 2026 gibt Einblick in dieses aktuelle Schaffen und macht zugleich die besondere Verbindung zwischen Stettin und Greifswald erfahrbar. Die beiden pommerschen Städte liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und bilden einen gemeinsamen kulturellen und künstlerischen Raum. Żmudas Arbeiten greifen diese Nähe auf und machen Landschaft nicht nur als geografischen Ort, sondern auch als persönlichen und kulturellen Erfahrungsraum sichtbar.
