Image

Matthias Nawrat: „Das glückliche Schicksal“. Buchvorstellung und Diskussion

Koeppenhaus Greifswald, Bahnhofstraße 4-5

19.30 – 21.00 Uhr

 

1983: Die junge polnische Psychologin Wanda Karłowska reist nach Venedig, um den dort im Exil lebenden Henryk Mrugalski zu seiner Forschung zu befragen. Oder ist es ein Verhör, bei dem sich Mrugalski, einst Gulag-Häftling, später Kollaborateur, der Verantwortung entzieht? Nawrats Roman führt uns tief hinein in die jüngere europäische Geschichte – auch jenseits des Wirkungskreises der SED. Denn im gesamten Ostblock kannte man das Leben mit mehreren Wahrheiten, den eigenen Täter- und Opfer-Geschichten, die gleichzeitig und voreinander Versteck spielend im Inneren ausharren. Nawrat folgt zwei Generationen auf ihrem Weg zu den Fragen, vor die das Menschsein uns stellt: Wem kommen wir nah? Wie können wir verantwortlich leben? Wie hängen, wenn Geschichte und Bürokratie über unser Schicksal bestimmen, Glück und Moral zusammen?

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, emigrierte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg und lebt heute in Berlin. Sein Werk wurde viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit der Alfred Döblin-Medaille, dem Literaturpreis der Europäischen Union sowie dem Fontane-Literaturpreis 2023.

Veranstalter:innen:  Koeppenhaus Greifswald und Heinrich-Böll-Stiftung MV im Rahmen des Greifswalder Kulturfestivals „Polenmarkt“

 

Livekonzert mit Ola Jas. Zeitgenössischer Folk · Folk Jazz

mal anders- die Genuss- Manufaktur

Rotgerberstraße 5, 17489 Greifswald

17:30 Uhr

Eintritt frei

 

Ein Abend voller Wärme, Musik und Begegnungen: Im gemütlichsten Café Greifswalds trifft die besondere Atmosphäre des Ortes auf die melancholisch-romantischen Klänge von Ola Jas. Bei Glühwein und Pastel de Nata lädt das Konzert dazu ein, den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen und in eine musikalische Welt zwischen Folk, Jazz und den Klanglandschaften Europas und Lateinamerikas einzutauchen.

Ola Jas, 1992 in Warschau geboren, ist Sängerin, Geigerin und Songwriterin. Ihre musikalische Ausbildung begann an der allgemeinbildenden Karol-Szymanowski-Musikschule in Warschau, wo sie Violine studierte. Anschließend besuchte sie die renommierte Henryk-Majewski-Jazzschule und widmete sich dort dem Jazzgesang. 2019 erwarb sie im Rahmen eines internationalen Musikpädagogik-Kurses das Colour Strings-Zertifikat. Im Januar 2018 veröffentlichte Ola Jas ihre erste EP, die in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Musiker João de Sousa entstand, der auch für die Produktion verantwortlich war. Gemeinsam arbeiteten sie anschließend an ihrem Debütalbum, das am Valentinstag 2020 erschien. Ola Jas verbindet in ihrer Musik unterschiedliche kulturelle und musikalische Einflüsse: Jazz, brasilianische und portugiesische Musik, Klänge des portugiesischsprachigen Afrikas, Weltmusik und zeitgenössischen Folk. Dazu kommen Elemente der slawischen Musiktradition und jene besondere Melancholie, die ihren Kompositionen eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Ihre Lieder sind poetisch, nachdenklich, romantisch und zugleich voller kreativer Energie. Geige und Stimme verschmelzen dabei zu einem intimen Klangbild, in dem Grenzen zwischen Genres und musikalischen Kulturen verschwimmen.

So wird der Konzertabend zu einer musikalischen Reise, die Warschau mit Lissabon, Brasilien und darüber hinaus verbindet – und damit genau jene Offenheit und kulturelle Vielfalt verkörpert, für die der polenmARkT steht.

Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend mit Ola Jas – zwischen Folk und Jazz, Melancholie und Lebensfreude, Polen und der Welt.

 

 

This website is using cookies to improve the user-friendliness. You agree by using the website further.

Privacy policy