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Vortrag

Dr. Markus Nesselrodt: „Fremd in der Metropole? Die Deutschen und ihre Nachbarn in Warschau von der Adelsrepublik bis zum Ersten Weltkrieg“

Universität Greifswald

Konzilsaal, Hauptgebäude, Erdgeschoss, Domstraße 11

18 Uhr

Eintritt frei

 

Warschau war über Jahrhunderte eine Stadt vielfältiger Sprachen, Kulturen und Religionen. Auch Menschen aus den deutschen Ländern kamen immer wieder an die Weichsel, um dort zu arbeiten, Handel zu treiben, ihren Glauben zu leben oder eine neue Existenz aufzubauen. Handwerker, Kaufleute, Geistliche und Künstler wurden zu einem festen Bestandteil der vielfältigen Stadtgesellschaft. Dr. Markus Nesselrodt, Osteuropahistoriker und Kulturwissenschaftler an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), erzählt im Rahmen des Osteuropa-Kolloquiums die Geschichte dieser deutschen und deutsch-polnischen Lebenswelten in Warschau,  von der polnisch-litauischen Adelsrepublik über das 18. und 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zugehörigkeit und Fremdheit, Migration und gesellschaftlichem Wandel: Wie lebten Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Religion miteinander? Welche Beziehungen entstanden zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen? Und was bedeutete es, in einer sich wandelnden europäischen Metropole „fremd“ zu sein? Anhand ausgewählter Lebensgeschichten, insbesondere der Biografie von Samuel Fränkel, macht Nesselrodt die multiethnische Stadtgesellschaft Warschaus anschaulich. Dabei verbindet er polnische, deutsche und jüdische Geschichte und eröffnet einen differenzierten Blick auf eine Stadt, die über Jahrhunderte durch Migration, kulturelle Begegnungen und vielfältige Nachbarschaften geprägt wurde.

Der Vortrag lenkt zugleich den Blick auf eine lange Geschichte deutscher Präsenz in Warschau und im östlichen Europa, die in der deutschen Erinnerungskultur vielfach hinter der Geschichte der deutschen Besatzung und der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zurückgetreten ist.

 

@Valeria Lazareva

 

 

Mecklenburg-Vorpommern – Geschichten, Bilder & Anekdoten

Eine ungewöhnliche Reise durch Mecklenburg-Vorpommern mit Daniel Źródlewski

 

STRAZE Café, Stralsunder Str. 10, 17489 Greifswald

18:00 Uhr

Eintritt frei

 

Burgruinen, Skisprungschanzen, ein Geisterwald, ein „heiliger“ Baum von Edvard Munch und drei Prinzessinnen, die zu mächtigen Herrscherinnen wurden … Klingt nach einer ziemlich verrückten Reise? Ist es auch. Und sie führt nicht weit weg! Daniel Źródlewski, Szczeciner Kulturwissenschaftler, Journalist und leidenschaftlicher Entdecker der deutsch-polnischen Grenzregion, nimmt uns mit auf eine ganz besondere Reise durch Mecklenburg-Vorpommern. Er erzählt von überraschenden Orten, kuriosen Geschichten und vergessenen Geheimnissen – mit vielen Bildern, Anekdoten und einer guten Portion Humor. Warum braucht man für Abenteuer manchmal keinen Reisepass? Was haben die Greifen, Edvard Munch und das Oktoberfest miteinander zu tun? Und wo verstecken sich in Mecklenburg-Vorpommern Skisprungschanzen? Kommt vorbei, nehmt Platz und lasst Euch überraschen.

Ein Abend im Café mit Bildern, Geschichten, Anekdoten und bester Stimmung – über ein Land, das man vielleicht zu kennen glaubt, aber garantiert noch nicht so gesehen hat.

Daniel Źródlewski ist Kulturwissenschaftler, Journalist, Moderator und Kulturmanager aus Szczecin. Als langjähriger Pressesprecher des Nationalmuseums in Szczecin sowie als freier Journalist und Kulturmacher kennt er die kulturelle Landschaft der Region wie kaum ein anderer. Er gründete das Szczeciner Theater Karton, das er bis 2015 leitete. Seit 2024 ist er Vorsitzender der Jury des Theaterpreises „Bursztynowy Pierścień“. Seine besondere Leidenschaft gilt der Geschichte und Kultur Westpommerns und Mecklenburg-Vorpommerns. In seinen „Leseführern“ verbindet er historische Fakten mit persönlichen Entdeckungen, überraschenden Geschichten und einem Augenzwinkern. https://tekstyzrodlowe.pl/

 

 

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