Freitag 26.11.

„Droga Jana" (Jans Weg). Ein Weg der Empathie. Eine Lesung mit Dorota Danielewicz.

18:00 Uhr 

Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14

Online-Veranstaltung. Zugang hier  

Dorota Danielewicz, die Mutter eines behinderten Sohnes, Jan, sowie seines gesunden Bruders, Alex, beschreibt in ihrem Buch „Droga Jana“, Kraków, Wydawnictwo Literackie, 2020, die tiefgreifende physische und seelische Erfahrung, die die immer fortschreitende Behinderung des zuerst ganz gesunden Jans für ihn, seine Mutter und die ganze Familie bedeutet. „Droga Jana“ hat eine lebhafte Diskussion in der polnischen Presse, wie Polityka, Tygodnik Powszechny, Gazeta Wyborcza u.a. hervorgerufen, weil die Probleme der Behinderten in Polen, wie der dramatische Besetzungsstreik der Behinderten und deren Eltern im Polnischen Parlament (Sejm, 2018) gezeigt hat, nach wie vor auf die Anerkennung, Empathie, Solidarität und Unterstützung seitens der ganzen Gesellschaft und der Politik warten. Das Buch von Dorota Danielewicz ist der Wegweiser der Empathie für uns alle.

Dorota Danielewicz ist Publizistin, Schriftstellerin, Übersetzerin, Kulturmanagerin und Programmkuratorin des deutsch-polnischen Literaturfestivals UNRAST BERLIN. In Berlin seit 1981. Absolventin der Slawistik und Ethnologie an der FU Berlin. Sie war zehn Jahre lang Berliner Korrespondentin der polnischen Sektion des Radio France International, Redakteurin und Moderatorin für Radio Multikulti (rbb) und beim Funkhaus Europa (WDR). 20 Jahre lang gestaltete sie in diesem Rahmen ein Literaturmagazin. Seit 1989 organisiert und moderiert sie deutsch-polnische Literaturlesungen und arbeitet mit bekannten Berliner Kulturinstitutionen zusammen, darunter dem Literarischen Colloquium Berlin, dem Literaturforum im Brecht-Haus, der Akademie der Künste oder dem Künstlerprogramm des DAAD.

FÄLLT AUS

Ausstellung der Werke von Natalia Magalska – „Slavsquad“

St. Spiritus, Lange Straße 49/51

Vernissage: 19 Uhr, Ausstellungsdauer: 26.11.-10.12.20221

Eintritt frei

„Slavsquad“ erzählt in Form von porzellanen Figuren über die klischeebehafteten Bewohner polnischer Blocksiedlungen. In Polen gelten Blocksiedlungen als unsicherer, vergessener und abgegrenzter Raum außerhalb der Stadt. Natalia Magalska’s Werke entstanden aus dem Wunsch, diesen Eindruck zu revidieren. Die Werke sind ein Versuch, das Leben der städtischen Folklore zu erfassen und sie in kleiner, bildhauerischer Form darzustellen. Die kleinen Figuren begeistern in ihrer edlen Ausführung und sind bei Käufern begehrt. Der vergoldete, porzellane Hipp-Hopper, die gewiefte Oma und der Protz erlangen ihr Ansehen zurück – uns jedoch bewegen sie zum Nachdenken, wie Slawen sich als Volk wahrnehmen möchten.

 

In Kooperation mit The Baltic Sea Cultural Center (Danzig) 

FÄLLT AUS

Michalove

St. Spiritus, Lange Straße 49/51

20:00 Uhr

Eintritt: 12/8 Euro,

2G-Regel 

 

Akkordeon, Gesang, Trommel und die Liebe zur Heimat: Ein Rezept für traditionelle slawische Musik, die heute mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Die junge dreiköpfige Band „Michalove“ aus Michałowo im nördlichen Polen holt mit ihrer liebevoll arrangierten Musik die längst vergangenen Klänge in unsere Zeit zurück.

Das Trio entführt uns in die Zeit der traditionellen slawischen Musik aus Polen, der Ukraine und dem Balkan. Mal melancholisch herbstlich, mal rhythmisch und modern verzaubert uns Michalove und nimmt uns mit auf eine musikalische Entdeckungsreise durch das oft unbekannte Europa östlich von uns.

Unsere Beine werden wir mit Michalove sicher nicht stillhalten können!

In Kooperation mit The Baltic Sea Cultural Center (Danzig)