Freitag 22.11.

Liebeserklärung an Polen! Lesung mit Aleksandra Tobor

Caspar-David-Friedrich-Zentrum, Lange Str. 57

20 Uhr 

Eintritt 5/4 Euro 

Alexandra Tobor, geboren 1981, verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre in Polen, bevor sie mit ihrer Familie nach Deutschland aussiedelte. Nach dem Abitur schrieb sie Kritiken für das Spex-Magazin und arbeitete in der Redaktion von VIVA Polska in Köln. Anschließend studierte sie Soziologie und Kunstgeschichte an der Universität Marburg. Nach dem Studium lebt die freie Autorin und Podcast-Produzentin in Augsburg.

Ihr Debütroman Sitzen vier Polen im Auto behandelt humorvoll die Einwanderung einer fiktiven polnischen Familie nach Deutschland. Er enthält dabei autobiografische Anteile und ist dem Genre der Migrationsliteratur zuzuordnen. In ihrem Buch erzählt Tobor aus der Perspektive eines Kindes die Geschichte einer polnischen Aussiedlerfamilie, die kurz vor dem Mauerfall versucht, in Deutschland Fuß zu fassen. Alexandra Tobor erzählt anrührend, wie Olas Familie Deutsch lernt, jeden möglichen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sucht und schließlich doch noch einmal ganz von vorn anfangen muss. Die Geschichte kann stellvertretend für viele ähnliche Erzählungen junger Aussiedler stehen – komisch, traurig, liebenswert.

Seit dem 24. Februar 2013 ist Alexandra Tobor Gesprächspartnerin von Holger Klein beim Podcast Die neue Wrintheit. Zudem veröffentlicht Tobor seit dem 5. Juni 2013 mit In trockenen Büchern einen eigenen Podcast, in dem sie Sachbücher zu verschiedenen Themen präsentiert und zusammenfasst. Außerdem produziert sie seit dem 19. Februar 2017 den Podcast Anekdotisch Evident, in dem sie in monothematischen Folgen zusammen mit Katrin Rönicke über Kultur und Wissenschaft spricht.

Ihr zweiter Roman Minigolf Paradiso  (2016) setzt sich erneut unterhaltsam mit polnischen Migrantenbiografien auseinander.

NDR Kultur über „Minigolf Paradiso“: Der rotzige Ton, in dem die junge Außenseiterin von ihrem wenig glücklichen Leben erzählt, erinnert an den „Fänger im Roggen“ oder auch „Tschick“ und nimmt einen sofort für sie ein. (…) Ein zauberhaftes Buch, nicht nur für Jugendliche, und eine Liebeserklärung an Polen!