Freitag 22.11.

Filmabend mit dem Szczecin Film Festival (SFF)

18:15 Uhr

Film

Brasserie Hermann

Eintritt frei

Das Szczecin Film Festival (SFF; Stettin) ist Filmevent, Begegnungs- und Kooperationsforum der Filmbranche direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Das Programm des Festivals wird in Partnerschaft mit dem deutsch-polnischen Netzwerk der Organisatoren durchgeführt. Nicht nur in Szczecin selbst finden Veranstaltungen mit Film-, Kultur- und Bildungspartnern statt, sondern auch in anderen Orten der Grenzregion wie Stargard, Kołbacz, Świnoujście, Prenzlau, Anklam, Rostock und Greifswald kommt es im Rahmen des Festivals zu verschiedenen Events. Das Festival nimmt Bezug auf die neuesten Tendenzen der künstlerischen Entwicklung der Bild- und Tonbearbeitung. Dieses Spektrum wird noch ergänzt durch das umfangreiche Begleitprogramm, das von Klassikern des Dokumentarfilms bis hin zu modernen Experimenten mit Bild und Ton reicht. Neben den Filmpräsentationen sind Diskussionen mit Filmemachern wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Eine deutsch-polnische Programmkommission trifft die Filmauswahl. Die Preise werden von einer durch die Veranstalter berufenen, internationalen Jury verliehen.

Der polenmARkT e. V. präsentiert an diesem Filmabend eine Auswahl der prämierten Filme des Stettiner Festivals.

Liebeserklärung an Polen! Lesung mit Alexandra Tobor

Caspar-David-Friedrich-Zentrum, Lange Str. 57

20 Uhr 

Eintritt 5/3 Euro

AlexandraTobors Roman Sitzen vier Polen im Auto (2012) behandelt humorvoll die Einwanderung einer fiktiven polnischen Familie nach Deutschland. Er enthält dabei autobiografische Anteile und ist dem Genre der Migrationsliteratur zuzuordnen. In ihrem Buch erzählt Alexandra Tobor aus der Perspektive eines Kindes die Geschichte einer polnischen Aussiedlerfamilie, die kurz vor dem Mauerfall versucht, in Deutschland Fuß zu fassen. Alexandra Tobor erzählt anrührend, wie Olas Familie Deutsch lernt, jeden möglichen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sucht und schließlich doch noch einmal ganz von vorn anfangen muss. Die Geschichte kann stellvertretend für viele ähnliche Erzählungen junger Aussiedler stehen – komisch, traurig, liebenswert.

Der Roman Minigolf Paradiso (2016) setzt sich unterhaltsam mit polnischen Migrantenbiografien auseinander.

NDR Kultur über „Minigolf Paradiso“: Der rotzige Ton, in dem die junge Außenseiterin von ihrem wenig glücklichen Leben erzählt, erinnert an den „Fänger im Roggen“ oder auch „Tschick“ und nimmt einen sofort für sie ein. (…) Ein zauberhaftes Buch, nicht nur für Jugendliche, und eine Liebeserklärung an Polen!

Alexandra Tobor, geboren 1981, verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre in Polen, bevor sie mit ihrer Familie nach Deutschland aussiedelte. Nach dem Abitur schrieb sie Kritiken für das Spex-Magazin und arbeitete in der Redaktion von VIVA Polska in Köln. Anschließend studierte sie Soziologie und Kunstgeschichte an der Universität Marburg. Nach dem Studium lebt die freie Autorin und Podcast-Produzentin in Augsburg.