Dienstag 23.11.

KURATORENFÜHRUNG & FILMPRÄSENTATION

Pommersches Landesmuseum, Rakower Str. 9

18.00 Uhr

Eintritt: 3,50 €

Pommern im 20. Jahrhundert – ein Blick hinter die Kulissen

Was zeichnet die museale Präsentation der bewegten Geschichte des letzten Jahrhunderts aus? Kuratoren gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess des in diesem Jahr eröffneten Teils der Dauerausstellung. PolenmARkT begleitete die Ausstellungsmacher mit der Kamera im Entstehungsprozess. Der daraus entstandene Videobeitrag wird nach der Premiere auf dem YouTube-Kanal des Pommerschen Landesmuseums veröffentlicht.

In Zusammenarbeit mit dem polenmARkT e.V. und der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg

 

Piotr Wojtasik Quintet

Konzert

St. Spiritus, Lange Straße 49/51

20.00 Uhr

Eintritt: 16 & 12 Euro

Piotr Wojciech Wojtasik (1964, Breslau) ist ein polnischer Musiker des Modern Jazz (Trompete, Flügelhorn, Komposition), der bereits mehrfach den „Fryderyk“, den polnischen „Jazz Oscar“ bekommen hatte. Wojtasik begann bereits während seines Jazzstudiums an der Musikakademie Katowice (1983–1987) als professioneller Musiker zu arbeiten. Mit der von Wojciech Niedziela geleiteten Band New Presentation ging er 1983 ins Plattenstudio und spielte in den nächsten Jahren auf dem Jazz Jamboree ebenso wie in den Nachbarländern. Seit 1986 war er auch Mitglied von Young Power, mit der er auf dem Molde International Jazz Festival und dem schwedischen Festival Jazz and Blues auftrat. In den frühen 1990er Jahren gehörte er zur Gruppe Quintessence und zum Quintett von Krzysztof Popek, mit dem er mehrfach aufnahm. 1994 wurde er zum jährlichen Bigband-Projekt der Europäischen Rundfunkunion eingeladen, das von Jerry van Rooyen in Amsterdam geleitet wurde. 1997 gründete er sein eigenes Quintett, das bis 2001 bestand und in vielen europäischen Jazzclubs (etwa dem Quasimodo oder dem Porgy & Bess) und allen größeren polnischen Jazzfestivals spielte. Wojtasik ist auch auf Aufnahmen von Leszek Możdżer (Talk to Jesus), Jan Ptaszyn Wroblewski (Made in Poland), Jarosław Śmietana (Ballads), Kuba Stankiewicz, Anna Maria Jopek (Szeptem), Zbigniew Namysłowski (3 Nights), Anna Serafinska, Karolina Styla oder Piotr Baron zu hören. Er hat weiterhin mit Billy Harper, Kenny Garrett, Dave Liebman, David Friedman, Ed Schuller, Harvie Swartz, Gary Bartz, Louis Hayes, David Friesen, Mark Soskin und dem Filmkomponisten Zbigniew Priesner zusammengearbeitet.

Wojtasik sucht die Herausforderung, zumindest die Nähe des Experiments. Er ist hörbar vom Hardpop zeitgemäßer Prägung fasziniert. Wojtasik bläst volles Risiko, agiert flüssig und pointiert, lässt sich in seiner solistischen Dramaturgie von keiner äußeren Macht beeindrucken. Gleichzeitig arbeitet er ungemein diszipliniert, klar und transparent. Sein Ton ist vollendet und von Virtuosität und Leidenschaft geprägt. 

Seit 1990 gehörte Wojtasik als Dozent zur Jazzabteilung der Musikakademie Katowice.  Wojtasiks Album Hope erhielt 2003 einen Fryderyk („Polnischer Grammy“) für das beste polnische Jazzalbum; er selbst erhielt damals den Fryderyk als bester polnischer Jazzmusiker. 2008 erhielt er einen weiteren Fryderyk als Jazzmusiker des Jahres; sein Album Circle erhielt den Fryderik als bestes Jazzalbum des Jahres.