Montag 20.11.

Hans-Fallada-Bibliothek, Knopfstr. 18-20,  9:15 Uhr
Quartiersbüro, Makarenkostr. 12,  11:00 Uhr,

Lesungen für Kinder mit Marcin Pałasz und Jan Holten

Marcin Pałasz (geb. 1971 im niederschlesischen Duszniki-Zdrój), „von Beruf Schriftsteller und Optimist”, wie er von sich sagt, ist ein polnischer Kinder- und Jugendbuchautor sowie Autor von Hörbüchern. Zur Literatur kam er durch einen Zufall, nachdem er 2004 für sein Patenkind Krzyszek die „Geschichten aus dem Reich der Ungeheuer“ („Opowieści z Krainy Potworów”) geschrieben hatte. An mehr als dieses eine Exemplar dachte er selbst keineswegs, doch gelangte auf Zureden eines Freundes das Manuskript an den Verlag „Nasza Księgarnia”, welcher das Buch daraufhin mit Erfolg veröffentlichte. Seitdem sind an die zehn weitere Erzählungen erschienen, während seine nicht minder beliebten Hörbücher im Radio gesendet werden. Charakteristisch für seine Bücher ist der feine Sinn für Humor, worin auch sein Arbeitsmotto "Słowa niosą uśmiech" (etwa: „Wörter tragen ein Lächeln“) begründet ist. Des weiteren liebt er Tiere, die entsprechend häufig in seinen Geschichten auftreten. Doch schreibt Pałasz nicht nur unterhaltsame, humorvolle Geschichten, sondern macht auch auf wichtige Themen aufmerksam, so etwa auf ökologische Themen ("Ptaś i Miaugosia"), auf das Thema der Toleranz unter Kindern und Jugendlichen oder auf den inneren Kampf von Kindern mit ihren Ängsten ("Wszystko zaczyna się od marzeń").

Marcin Pałasz ist zweifacher Preisträger des „Ogólnopolskiej Nagrody Literackiej im. Kornela Makuszyńskiego” und Mitglied der polnischen Sektion IBBY. Der Autor lebt und arbeit in Wrocław.

Marcin Pałasz führt ein in eine Welt von unbegrenzter Fantasie, alltäglich-ungewöhnlicher Abenteuer und wahrer Freundschaft, auf eine zugleich humorvolle und weise Art.

Im Rahmen des Kulturfestivals werden der Autor und der beliebte, von den Kindern stets begeistert aufgenommene Theaterpädagoge Jan Holten mehrere Lesungen gestalten.

http://www.marcinpalasz.pl/pages/01.htm

 

18:00 Uhr

Vortrag

Konzilsaal

Eintritt frei

 

Der Mythos der wiedergewonnenen Gebiete am Beispiel von Legenden über Pommernzüge des Hetmans Stefan Czarniecki

Im Jahre 1945 verschob sich das Staatsgebiet Polens nach Westen und Schlesien, das Ermland, die Masuren, das Lebuser Land (Land Sternberg) sowie der größte Teil Pommerns wurden polnisch. Die frühere deutsche Bevölkerung wurde ausgesiedelt und an ihre Stelle traten polnische Ansiedler. Um der neuen Bevölkerung diesen Prozess verständlich zu machen, griffen die polnischen Eliten auf den schon in der Vorkriegszeit entwickelten Mythos der wiedergewonnenen polnischen Westgebiete zurück, der verdeutlichen sollte, dass diese Gebiete einst polnisch gewesen waren und nun wieder in den polnischen Staatsverband zurückkehrten. Hierzu verwies man auf historisch begründete Rechte, indem man an den polnischen Anteil der Geschichte dieser Gebiete erinnerte. Eines der Hauptnarrative wurde die Legende des Zuges des Hetmans Stefan Czarniecki nach Pommern, welche sich Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts herausbildete. Der Vortrag behandelt die Mechanismen der Konstruktion dieses Narrativs sowie dessen Wirkung von der Entstehung der Idee bis zum heutigen Tage.

Paweł Migdalski, Historiker, Dr. rer. hum., Institut für Geschichte und internationale Beziehungen der Universität Szczecin, Vorsitzender der Vereine für Geschichte und Kultur Terra Incognita und Akademia Kulice


Paweł Migdalski, Historiker, Dr. rer. hum., Institut für Geschichte und internationale Beziehungen der Universität Szczecin, Vorsitzender der Vereine für Geschichte und Kultur Terra Incognita und Akademia Kulice