Mittwoch 22.11.

Feierabendgeschichte(n): Von der „Friedensgrenze“ zum Schengener Abkommen. Die deutsch-polnische Grenze in Pommern nach 1945 Gunter Dehnert

Vortrag

Pommersches Landesmuseum, Rakower Str. 9  

16:00 Uhr

Eintritt: 2,50 / 3,50 Euro als Kombiticket mit der danach folgenden Debatte

 

Als „die unantastbare Friedens- und Freundschaftsgrenze […], die die beiden Völker nicht trennt, sondern einigt“ wurde im Görlitzer Abkommen vom 6. Juli 1950 die Grenze zwischen der DDR und der VR Polen anerkannt. Mit der Realität der kommenden knapp 40 Jahre währenden Nachbarschaft hatte diese Interpretation hingegen wenig gemein. Lediglich in den 1970er Jahren gab es für gerade acht Jahre einigermaßen freien Grenzverkehr. Insbesondere entlang der „innerpommerschen“ Grenze entzündeten sich immer wieder Streitfälle. So war schon im Vorfeld des Görlitzer Vertrages die genaue Grenzziehung im Stettiner Gebiet alles andere als unumstritten. Einen letzten Höhepunkt entwickelte der Grenzkonflikt zwischen der DDR und der VR Polen schließlich in den 1980er Jahren im Streit um die „Oderbucht“. Erst nach 1989 verbesserten sich die nachbarschaftlichen Beziehungen an der Grenze spürbar und fanden ihren Höhepunkt im Beitritt Polens zum Schengen-Raum.

Ein Angebot der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg in Kooperation mit polenmARkT e.V.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

Horizonte verlangen nach Bewegung. Debatte zur zehnjährigen Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum

Foto: Florian Krisch

Pommersches Landesmuseum, Rakower Str. 9

18:00 Uhr

Eintritt 3,50 Euro

Stacheldraht, gerodeter Grenzstreifen, Überwachungskameras – ein Bild, das auf dem Gebiet der 26 Schengen-Staaten längst der Vergangenheit angehört. Für Pommern kommt dem eine hohe Symbolkraft zu – die Region ist wieder grenzenlos erfahrbar. Wo noch Mitte 2007 am Strand von Swinemünde (Świnoujście) ein Schild vor dem Überschreiten der Grenze warnte, verläuft heute Europas längste Strandpromenade. Ein Beispiel für viele millionenschwere grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte. Wie selbstverständlich wohnen Stettiner in Löcknitz und Umgebung – ihre Kinder besuchen dort das deutsch-polnische Gymnasium. Diese Errungenschaften werden allzu gern als selbstverständlich hingenommen, wenn man auf die Schattenseiten offener Grenzen verweist: So etwa die gestiegene Kriminalität als eines der stärksten Argumente der Schengen-Skeptiker gegen die Öffnung der östlichen Grenze Deutschlands im Jahr 2007.

Im Gespräch mit Akteuren des öffentlichen Lebens wird auf den durch Schengen ausgelösten Prozess in der Region geblickt und der aktuelle Stand problematisiert. Die Veranstaltung soll zudem Gelegenheit dazu bieten, einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu richten.

Ein Angebot der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg in Kooperation mit polenmARkT e.V.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

Blues vom Feinsten: Magda Piskorczyk

20 Uhr

Konzert

St. Spiritus

Lange Straße 49/51

Eintritt:  9/7 Euro

 

Magda Piskorczyk ist eine Sängerin, die mit einer tiefen und dunklen Stimme das Publikum begeistert. Mit ihrer Band ist sie auch international unterwegs, unter anderem auf Festivals in Deutschland, Frankreich und England. Sie leitet eine musikalische Werkstätte, die unter dem Namen „Magda Piskorczyk Masterclass“ bekannt ist, 2012 kam unter demselben Namen eine CD heraus. Sie hat bereits mehrere CDs veröffentlicht, u. a. „Blues Travelling“, „Mahalia“ oder „Afro Groove“. Ihre Werke sind eine Einladung, um sich mit der musikalischen Welt, den afro-amerikanischen Traditionen und der afrikanischen Kultur auseinanderzusetzen. Ihre selbstkomponierten Lieder sind in der afro-amerikanischen und afrikanischen Musiktradition verwurzelt und inspiriert von Blues, Jazz, Rock, Gospel, Funk und Soul.

www.magdapiskorczyk.com