Man schrieb das Jahr 1997...

Der erste polnische Kulturabend fand 1997 im Keller der Slawistik, der Tschaika, statt. 1998 folgte eine Ausweitung zur polnischen Kulturwoche. Erstmaliges Stattfinden des Festivals unter dem heutigen Namen PolenmARkT war 1999. Auch erhielt das Organisationsteam Unterstützung vom späteren Rektor der Universität Hans-Robert Metelmann. 2000-2005 wurde das Festival jährlich ausgetragen.

2006 nahmen unter anderen Andrzej Stasiuk, Fred Gebler, Michael Düring, Marcin Wołoszyn, Michał Majerski, Kamil Majchrzak, Andrzej Stach und Dietrich Schröder teil. Der PolenmARkT feierte 2007 sein zehnjähriges Bestehen. Es nahmen unter anderen Olga Tokarczuk, Zygmunt Januszewski, Tobias Weger, Michael Majerski, Bartosz Wielinski, Gerhard Gnauck und Jan M. Piskorski teil.

Das Festival fand 2008 das letzte Mal unter Leitung von Christian Lübke statt. Es nahmen unter anderen Stefan Chwin, Michael Majerski, Jan M. Piskorski, Paul Meyer, Krzysztof Zastawny, Aga Zaryan, Kinga und Karol Masternak teil.

2009 stand der polenmARkT unter dem Motto: „Polen und seine Nachbarn“. Hierdurch sollte sich das Festival in Richtung Ost- und Westeuropa öffnen und auch die Rolle Polens als ein Land mit bewegten Grenzen betont werden. Auch verlieh die Sparkasse Vorpommern den 10. Preis für Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Ebenso geehrt wurde Władysław Filipowiak mit dem Preis „Pomerania Nostra“, welcher im Zusammenhang mit dem Festival verliehen wurde. Es nahmen unter anderen Natalia Sniadanko, Piotr Lachmann, Marcin und Bartłomiej Oleś, Hans Thill, Andrzej Kopacki, Matthias Kneip und Klaus Harer teil.

Zur Eröffnung des PolenmARkTes 2010 sprach der Botschafter Polens Marek Prawda. Auch fanden zum ersten Mal Veranstaltungen außerhalb Greifswalds, in Stralsund, statt. Dem Mediziner Tomasz Gredes wurde für Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit der 11. Förderpreis der Sparkasse Vorpommern verliehen.

Pomerania Nostra

Im Jahr 2011 verlieh die Jury des "Pomerania Nostra"-Preises dem PolenARkT ihre Auszeichnung und würdigte damit das Engagement der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder für die Vermittlung der polnischen Kultur. Gäste des polenmARkT 2011 waren unter anderem Joanna Bator, Esther Kinsky und Martin Pollak, Oliver SpatzR.U.T.A. & MoskwaFelix Kubin und The Complainer, Bester Quartet, Leszek Możdżer und Big Fat Mama.

2012 konnte das 15-jährige Jubiläum gefeiert werden. Literarische Höhepunkte bildeten Wojciech Kuczok, Janusz Leon Wiśniewski, Juri Andruchowytsch und Alhierd Bacharevič. Für musikalische Abwechslung sorgten „Mikrokolektyw“ , „Mosaic“ , „Paula i Karol“, „Karbido“ mit Jurij Andruchowytsch, „Ras Luta & Riddimband“ und „Atom String“ mit Nika Lubowicz.

Das Programm 2013 beinhaltete unter anderem folgende Veranstaltungen: Lesungen mit Tadeusz Dąbrowski und Alexander Gumz, Mariusz Czubaj und Daniel Odija. Im Rahmen des Festivals wurden im Jahre 2013 mehrere Preise verliehen: Der Wissenschaftliche Förderpreises des Botschafters der Republik Polen, der Deutsch-Polnische Forschungspreis 2013, der Förderpreises der Sparkasse Vorpommern und der Preis Pomerania Nostra. Musikalische Höhepunkte des Festivals waren Sean Noonan,  Alte Zachen, Polski Ogień, Hubert Szczęsny und Kuba Kleinschmidt, WC, kIRk  und Klezmafour. Darüber hinaus gab es noch ein klassisches Konzert in der Universitätsaula: Bachs Goldbergvariationen in der Fassung für Kammerensemble von Józef Koffler.

Das Programm des Jahres 2014 war lesungsreich. Jacek Dehnel, Szczepan Twardoch und Olaf Kühl, Magdalena Parys, Tanja Maljartschuk und Brygida Helbig kamen nach Greifswald.  Zehn Lesungen für Kinder mit Grzegorz Kasdepke, Anna Onichimowska und Paweł Beręsewicz fanden stattMusikalisch wurde Polen von Dezerter, Napszyklat, The Sunlit EarthVooVoo, Julia Marcell und DJ Maken repräsentiert.

Neuer Vorstand

Nachdem der ehemalige Vorsitzende, der Slawistikprofessor Alexander Wöll, Greifswald verließ, wählte die Vollversammlung des Vereins im Februar 2015 Bernhard Brehmer, ebenfalls Slawistikprofessor, zu seinem Nachfolger.

Die Eröffnung im Jahre 2015 begann mit der Verleihung des Förderpreises für deutsch-polnische Zusammenarbeit an der Universität Greifswald („Sparkassenpreis“). Mit dem Förderpreis wird die Forschungsarbeit junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die im Rahmen einer deutsch-polnischen Zusammenarbeit entstanden ist oder einen bedeutenden Beitrag zum Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen leistet.

Darüber hinaus wurden 2015 zahlreiche Autorenlesungen mit namhaften Persönlichkeiten wie Artur Becker, Piotr Paziński, Błażej Dzikowski und Paulina Schulz angeboten. Im Café Koeppen wurden die eindrucksvollen Texte von Witold Gombrowicz durch Hannes Rittig zu Gehör gebracht und in Schönwalde II „entführten” Wojciech Widłak und Jan Holten die Kleinen in die magische Welt der Literatur. Auch Filmabende im Pommerschen Landesmuseum sowie in der Brasserie Hermann gehörten ebenso zum Programm. In der gemütlichen Kulturbar, im traditionsreichen Theater (mit dem Projekt "Sefardix"), in der prunkvollen Universitätsaula (Konzert mit Michał Jacaszek und Mikołaj Trzaska) und im urigen St. Spiritus (Abschlusskonzert mit MA) erklang polnische Musik in unterschiedlichsten Tönen. Theaterfreunde freuten sich über Katja Klemt’s Inszenierung eines Stücks von Sławomir Mrożek mit StuThe ("Auf hoher See"). Und selbstverständlich wurde wieder ordentlich polnisch gefeiert: im Geokeller, IKUWO und im Klex.

Im Jahre 2016 fand der polenmARkT vom 17. bis 26. November statt.  Zehn Tage lang luden die polnischen Kulturtage mit vielfältigem Programm ein, an zahlreichen Orten zwischen Innenstadt und Schönwalde II  die facettenreiche und äußerst spannende polnische Kultur live zu erleben. Lesungen mit Autoren wie Krzysztof Niewrzęda und Agnieszka Kowaluk gehörten ebenso dazu wie ein Literaturprogramm speziell für Kinder mit der Kinderbuchautorin Roksana Jędrzejewska-Wróbel und dem Greifswalder Theaterpädagogen  Jan Holten in der “Schachtel” und in der Stadtbibliothek. Im Café Koeppen präsentierte Hannes Rittig Auszüge des Debütromans “Sitzen vier Polen im Auto” von Alexandra Tobor.

Musik erklang in den unterschiedlichsten Tönen: ganz klassisch in der Universitätsaula mit Krzysztof Meisinger, im Koeppenhaus mit dem Jazz-Gitarristen Raphael Rogiński, mit dem zwischen Industrial folk und Ethno noise angesiedelten Duo Shivers & Shakes in der Kulturbar sowie mit der Rock & New Wave Band The Shipyards im Heineschuppen.

Freunde des Films freuten sich über Filmabende im Pommerschen Landesmuseum und in der Tschaika freuen.

Vorträge zur Geschichte der polnischen Oppositionsbewegung oder zu den Odermetropolen Breslau und Stettin rundeten das Programm ab.

Zum Finale konzertierten False Month und Chaotic Pieces im St. Spiritus und die vermummten  RSS Boys und DJ Czarny Latawiec heizten den Tanzenden auf der Abschlussparty im Klex kräftig ein.