Freitag 16.11.

20:00 Uhr

Theater Vorpommern

Anklamer Str. 106/ Robert-Blum-Str.

Eintritt:  12/8 Euro

Das Projekt Mutter

Was heißt es für einen selbst, ein „guter Vater“ oder eine „gute Mutter“ zu sein? In der Inszenierung Mutter sind starke Töne zu hören: das Theaterstück räumt gründlich auf mit den Mythen zur Mutterschaft, nach denen die junge Mutter in einem fort vor Liebe, Andacht und Glückseligkeit zu leuchten hat. Die Wirklichkeit, wie Eltern wohl wissen, sieht anders aus. Neben der grenzenlosen Liebe zu dem eigenen Kind hat man zuzeiten schlichtweg genug von ihm. Davon aber stille! – denn würde nicht sogleich irgendjemand allein mit Blicken DAS Wort aussprechen: Rabenmutter? So schweigen die Mütter, vergraben ihren Frust in den eigenen Tiefen oder spülen ihn anonym in einschlägige Internetblogs. Das Theater Kana jedoch schweigt nicht: es wirft die dunklen Untiefen der Mutterschaft ins helle Bühnenlicht. Denn warum auch nicht?

Herzliche Einladung – nicht nur Frauen und Müttern, sondern auch Vätern, Partnern und Singles – zu dieser überraschenden, ironischen und humorvollen Performance!

Mitwirkende

Bibiana Chimiak

Marta Giers-Sanecka

Karolina Sabat

Das Teatr Kana besteht seit 1979 und ist aus einem Studententheater hervorgegangen. Ein Durchbruch waren die beiden Stücke nach Texten von Venedikt Erofeev: Moskva-Petuški (1989) und Nacht (1993). Heute gehört das Teatr Kana zu den etablierten Theatern der Stadt Stettin und zeichnet sich durch zeitgenössische Stücke in moderner und poetischer Umsetzung aus.

 

 

Foto: Piotr Nykowski

Punk-Legende MOSKWA

Einlass: 20:30 Uhr
Beginn: 22.00 Uh

Klex, Lange Str. 14

Eintritt: 6 Euro

In Polen der 1980er Jahre ging es beim Punkrock um harte und aggressive Musik und Ideologie, die verboten waren. Ungeachtet der Feindseligkeit des kommunistischen Staates hat der polnische Punk überlebt und ist immer noch in einigen sozialen Kreisen beliebt. Provokation und Rebellion waren zwei Werte, die als Inspirationsquelle für die polnische Punk-Künstler-Kreation betrachtet werden konnten. Der Text war in der polnischen Punkrockmusik immer wichtig. Die Texte polnischer Punkrockbands waren gegen: Konformität, Massenproduktion und Konsum, Dummheit, soziale Ungleichheit, kommunistische Systemheuchelei. Punk-Musik in Polen bot die Gelegenheit, Meinungen zu äußern, die den Ansichten des kommunistischen polnischen Staates in den 1980er Jahren grundsätzlich zuwiderliefen. So wurde Punk von den roten Autoritäten zensiert. Punk wurde als Gefahr für "die Volksdemokratie" wahrgenommen. Paradoxerweise hat das kommunistische "Verbot der Punk-Kreation" es unter der polnischen Jugend viel populärer gemacht. Die Lieder widmeten sich alltäglichen Problemen, die nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen dieser harten Zeiten zu bewältigen waren.

Aus Łódź kommt die 1983 gegründete Hardcore-Legende Moskwa , die schon mit der Namenswahl offensiv eine kritische Position gegenüber dem durch die Sowjetunion dominierten System anzeigte. Rasant und radikal, wurden Moskwa schnell eine der populärsten Bands des vibrierenden Polenpunks.