Donnerstag 23.11.

"Kulturschock" –Workshop im Rahmen des polenmARkT zu interkulturellen Fragestellungen mit Agnieszka Pietlicka (nicht nur im deutsch-polnischen Kontext)

14:00-17:00 Uhr

IBZ (Festsaal), Bahnhofstr. 2/3

Eintritt frei

 

Im unmittelbaren, längeren Kontakt mit einer anderen Kultur erleben die meisten Menschen einen so genannten "Kulturschock". Anders als bei einem medizinischen Schock, handelt es sich hier nicht um ein plötzlich eintretendes und nur kurze Zeit währendes Phänomen, sondern um eine unterschiedlich lange anhaltende Phase in den ersten Monaten eines Auslandsaufenthalts.

Diese Konfrontation mit dem Unbekannten – oder mit dem angeblich Bekannten – löst oft unerwartete und zum Teil emotional für uns selbst oder auch für die Umgebung  schwierige Reaktionen aus, mit denen man zusätzlich zu dem eh herausfordernden Studium, der Arbeit und der «Abwicklung» des fremden Alltags zu tun hat. Eine genauere Kenntnis dieser Prozesse kann helfen, den Wechsel von der eigenen in die fremde Kultur (und dann auch die Rückkehr, es gibt nämlich auch den Rückkehr-Kulturschock!) erfolgreicher zu bewältigen. Das Training gibt Orientierungshilfen und liefert Strategien zur Meisterung der Phase.

Agnieszka Pietlicka: „Ich wandere zwischen den Kulturen seit dem 15.Lebensjahr – ich habe in drei Ländern, Deutschland, Frankreich, Polen gelebt und in 10 gelernt und unterrichtet. Ich kenn den Kulturschock und den Rückkehr-Kulturschock aus der Literatur, aus dem eigenen Erleben und dem Erleben meiner Familie. In meiner Arbeit (und im Leben) stütze ich mich stark auf die Arbeit von Marshall Rosenberg und seine Gewaltfreie Kommunikation.“

 

Ein Angebot des International Office der Universität Greifswald

Anmeldung bei Roberta Wirminghaus per Telefon +49-3834 420-1112 oder per Mail

roberta.wirminghaus@uni-greifswald.de

 

18:00 Uhr

Polnischer Abend

Quartiersbüro, Makarenkostr. 12

Eintritt frei. Anmeldung unter info@polenmarkt-festival.de

Polnisch kochen, schmecken, entdecken & eine Lesung mit Sonja Daemen

Unsere polnischen Nachbarn kochen gut und es lohnt sich, die Rezepte auszuprobieren. Der Blick über den Tellerrand macht den Speiseplan abwechslungsreich und Sie lernen andere Geschmacksrichtungen kennen. Kartoffelpuffer, Erdäpfelpuffer, Reibekuchen, Reiberdatschi, Reibeplätzchen, Dotsch, Dötscher, Kartoffelpfannkuchen, Kartoffelplätzchen oder einfach PLACKI ist eine Zubereitungsart für Kartoffeln und ein traditionelles Gericht der regionalen Küche auch in Polen. 

Eine Variante der polnischen Kartoffelpuffer ist dem Rezept der Deutschen ähnlich. Aus rohen Kartoffeln, Mehl, Eiern und Zwiebeln werden die Puffer gebraten und mit Apfelmus oder saurer Sahne serviert. Unterschiede bestehen in den verwendeten Gewürzen und in der Form: die meisten Polen gießen den Teig als länglichen Fladen in die Pfanne. Die Placki sollten nicht zu heiß gebraten werden, denn sonst ist das Äußere zwar schnell braun, aber das Innere noch roh.

Sonja Daemen ist Fotografin, Autorin und Übersetzerin. In Lesungen und Ausstellungen verbindet sie die Literatur mit der Fotografie. Sie übersetzt Belletristik aus dem Ungarischen und Polnischen. An diesem Abend wird sie Auszüge des Lyrikbandes Irrsinn Aktenlage auf deutsch und polnisch sowie einige Kurzgeschichten aus ihrem Bild-Erzählband Im Grenzland in deutscher Sprache zu Gehör bringen.

 

 

19 Uhr

Postel Wolgast, Breite Str. 26

Eintritt frei

111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN. Lesung mit Matthias Kneip

Matthias Kneip hat es bereits als Kind am eigenen Leib erfahren: wer in Polen seinen Teller leer isst, bekommt ungefragt Nachschlag. Der Gast ist in Polen nämlich König, und der muss auf jeden Fall vor einem gut gefüllten Teller sitzen. Ein „Danke“ in der Landessprache (dziękuję) bewirkt dabei, dass das Land dem deutschen Gast zu Füßen liegt – schließlich weiß ein Pole ja, welche Überwindung es die deutsche Zunge kostet. Dabei ist Polnisch gar nicht so schwer wie oft angenommen. Die Bestellung einer Zapiekanka (polnisches Fastfood) ist beispielsweise kinderleicht, denn das Wort wird genauso ausgesprochen, wie man es schreibt. Und auch sonst gibt es viele Anknüpfungspunkte zwischen Polen und Deutschland. 111 Gründe, Polen zu lieben ist eine höchst informative literarische Reise durch unser wunderschönes Nachbarland im Osten. Matthias Kneip als einer der bekanntesten Polen-Experten schreibt darin humorvoll und unterhaltsam über die Höhepunkte, Eigenarten und Fettnäpfchen des Landes.

Der Schriftsteller und Journalist Matthias Kneip wurde 1969 als Kind schlesischer Eltern in Regensburg geboren. Neben der Mitarbeit am Deutschen Polen-Institut und für Spiegel Online ist er mit Vorträgen und Lesungen aus seinen Essays und Prosatexten vor allem an Schulen unterwegs.