Dienstag 21.11.

18 Uhr

Vortrag

Brasserie „Hermann“

Gützkower Str. 1

Eintritt frei

Idealrealismus als neue Kulturblüte in Schlesien?

Frau Prof. Andrea Rudolph (Universität Opole)

Regionalität ist – nicht nur in territorialgeschichtlicher Hinsicht – Teil der deutschen Tradition, nachdem der Westfälische Friede 1648 mit der Schwächung kaiserlicher Zentralgewalt staatliche Zersplitterung und eine dezentrale politische Landschaft befördert hatte. Regionalität ist auch in philosophischen wie literarischen Theorien Bestandteil deutscher Überlieferung. Der Vortrag diskutiert zwei der zentralen Schlüsseltexte zur Formung schlesischer Identität aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: den Aufsatz August Kahlerts zum Thema Schlesiens Antheil an deutscher Poesie (Breslau 1835) und Karl Eitners Beitrag mit dem Titel Schlesien’s Bedeutung im Entwickelungsgange der neuesten deutschen Kunst und schönwissenschaftlichen Literatur (Breslau, 1837). Beide Studien ringen um die Stellung einer Peripherieregion im Rahmen eines nationalliterarischen Konzepts und beziehen auch den Modernisierungsweg Frankreichs, die Modernisierungsforderungen der Jungdeutschen  und die tschechische wie polnische Nachbarschaft mit ein.

Mit „Idealrealismus“ wird weniger die Realität als vielmehr ein Programm bezeichnet, das sich aus den massiven Umbruchsituationen der mitteleuropäischen Gesellschaften nach 1830 herauskristallisierte. Eitners Schrift dokumentiert deutlich den Versuch, dabei auch der Novelle Bedeutung zu verschaffen. Daher wird im zweiten Teil des Vortrags auch nach Positionen und Perspektiven in Texten schlesischer Novellisten gefragt.

Prof. Dr. hab. Andrea Rudolph ist Lehrstuhlinhaberin für deutsche Literatur und Kultur des 19. und 20. Jh. am germanistischen Institut Opole (Polen). Seit 1994 ist sie wissenschaftliche Leiterin des kulturgeschichtlichen Fachmuseums für Alltagsmagie und Hexenverfolgungen im mecklenburgischen Burg Penzlin.

 

Film

20:15 Uhr

Brasserie „Hermann“

Gützkower Str. 1

Eintritt frei

Kurzfilmnacht mit Kunstakademie Krakau, Abteilung für Animationsfilm

Die Schule des Animationsfilms an der Krakauer Akademie der Schönen Künste präsentiert ausgewählte Filme, die als Diplom- oder Studienarbeiten im letzten Jahr gedreht wurden. Zu sehen sind Filme junger Künstler, von denen einige sich bereits wachsender Bekanntheit, wie etwa auf Festivals, erfreuen. Das präsentierte Programm ist ausgesprochen vielfältig. Dies zeigt sowohl die unterschiedlichen Temperamente der Künstler, wie auch den einzigartigen Charakter der Schule, an der jedes Jahr originelle und anerkannte Animationsfilme entstehen. Gezeigt werden:

Gezeigt werden:

Martyna Kielasińska - Z zewnątrz wszystko wygląda innaczej (4min.)

Daria Godyń - Smakosz (7min.)

Aleksander Józefczyk - Gość (3min.)

Betina Bożek - O jezu! (4min.)

Anna Waćkowska - Bracia (2min.)

Karolina Styczeń - Crush chord (6min)

Adam Żądło - Cyborgy (5min)

Weronika Kuc - Beautiful (7min)